Schach-Ereignisse in den letzten Monaten (in umgekehrter chronologischen Reihenfolge)

11.12.11 Ndb. MMS 4. Runde
Zwei klare Niederlagen
Niederbayernliga  SV Röhrnbach - FC Ergolding   5,5:2,5
Tobias Denk, rechts Vladimir SiminFM Roland Knechtel gegen Waldemar Golder, daneben Tobias SchoepeKlaus Kreuzer gegen IM Peter SchmidtKlaus Kreuzer - IM P. Schmid 0:1, Damengambit, 40 Züge. In Zeitnot verirrte sich Klaus's Turm auf die beengte h-Linie, um dort partieverlustig wenig später abgeholt zu werden. FM J. Havlik - Vladimir Simin 1:0, Französisch, 17 Züge. Nach Bauernverlust übersah Vladimir einen Springerangriff auf seine Dame, somit sofortiger Partieverlust. Waldemar Golder - FM R. Knechtel 0,5, Englisch, 51 Züge. Achtungserfolg für Waldemar gegen diesen DWZ-Riesen. Als Letzter am Brett und in ausgeglichener Endspielstellung bot er Remis, das sein Gegenüber nach reiflicher Überlegung akzeptierte. K.H. Binder - Tobias Schoepe 1:0, Englisch, 39 Züge. Tobias wehrte sich als Nachziehender und jüngster in der Mannschaft tapfer und lange gegen einen Partieverlust, doch ein Minderbauer im Endspiel zwangen schließlich zur Aufgabe. Tobias Denk - A. Ott 0,5, Damengambit, 24 Züge. Keine von beiden gab sich in dieser Betonstellung eine Blöße, folglich eine gerechte Punkteteilung. R. Gibis - Borys Bilyavskyy 0,5, Pirc-Verteidigung, 19 Züge. Sicheres Remis durch mehrmalige Zugwiederholung, als leicht Bad Griesbach-Geschädigter war in diesem Gefecht nicht mehr zu erreichen. Anton Königl - L. Nowotny 0,5, Sizilianisch, 14 Züge. Als erstes Ergebnis notierte man hier ein friedliches Remis, das Angebot nahm Anton an, der Hinweis auf Brett 6 bzw. Bad Griesbach hat auch hier etwas Gültigkeit. Ph. Swoboda - Paul Hofmann 0,5, Pirc-Verteidigung, 52 Züge. Paul verschenkte im geschlossenen Mittelspiel seinen a-Bauern an den jungen Röhrnbacher Nachwuchsspieler, trotzdem konnte das fünfte Remis an diesem Sonntag ergattert werden. Fazit: Der SV Röhrnbach dürfte in dieser Besetzung auf Meisterschaftskurs sein. Für uns waren die vorderen zu stark, bei den hinteren Brettern spielten wir mindestens auf Augenhöhe. Wollen wir nicht in den Abstiegsstrudel verwickelt werden, müsste in den nächsten Runden ab Januar gepunktet werden und zwar mit einer besserer Mannschaftsaufstellung! ak
Bezirksliga-West FC Ergolding2 - SC Rottal3   2:6
rechts Cora Klinkenberglinks Günter Zornrechts Dr. Stephan Fickellinks Johannes SteinerWenn die "Zweite" drei Spieler in die "Erste" abgeben muss, weitere 7 Spieler aus der Zweiten absagen, somit also nur ein Stammspieler in dieser "Notmannschaft" übrig bleibt, ist nicht viel mehr als ein 1:7 zu erwarten. Dass es dann doch "nur" eine saftige 2:6-Niederlage gab, ist den beiden Siegen von "Stammspieler" Johannes Steiner (1707), und "Ersatzspieler" Paul Gottschalk (1466) zu verdanken. Steiner war in allen Belangen deutlich überlegen und war schon in der Eröffnungsphase leicht in Vorteil. Kontinuierlich verbesserte er seine Stellung, verschaffte dem Gegner zwei Isolani, gewann die Qualität, erzwang mit einem Damenspaziergang über den Damenflügel den Damentausch und schaukelte auch das Endspiel sicher nach 42 Zügen in 2:36 Std. nach Hause. Cora Klinkenberg (1020) war natürlich an Brett 8 gegen einen, um über 450 DWZ mehr aufweisenden, Gegner machtlos. Sie spielte gegen einen "Sizi" die Eröffnung noch ganz ordentlich, bis sie dann auf der halboffene c-Linie von ihrem Gegner mächtig unter Druck gesetzt wurde. Ein "wildgewordenes" Pferdchen des Rottalers verspeiste dann nacheinander Bauer, Turm und Läufer. Trotzdem herzlichen Dank an Cora, die "brav" als Ersatzspielerin den ungleichen Kampf aufnahm. Dieser Dank gilt auch Dr. Stephan Fickel (1395), der ohne jegliches Training einsprang, weil wir "Not am Mann" hatten, und er wegen der vielen Ausfälle sogar Brett 4 besetzen musste. Allerdings war auch er ohne Chance und verlor bald nach einen Fehler eine Figur und einen Bauer. Martin Meier (1149) gestaltete die Partie an Brett 6 bis zum 27. Zug nahezu ausgeglichen, bevor er dann in eine Bauerngabel lief und dabei einen Turm einbüßte. Als fünftes war dann die etwas kuriose Partie an Brett 2 von Paul Gottschalk beendet. Sein um über 200 DWZ stärkerer Gegner schaffte es nicht, seinen Eröffnungsvorsprung in bare Münze umzusetzen. Paul bekam Gegenspiel und eroberte nach einem Schwerfigurenabtausch einen Bauer. Sein Gegner versäumte, dann schon zwei Bauern im Rückstand, eine Pattsituation und Paul schaffte es doch noch, zwar etwas umständlich, aber nach über 100 Zügen zu gewinnen. Auch Günter Zorn (1323) hatte es an Brett 5 mit einem stärkeren Gegner zutun, der ihm im späten Mittelspiel drei Bauern abnahm und klar gewann. Unsere beiden Jugendlichen Ronny Rahman (1502) und Johann Kollmeder (1086) kämpften zwar bis zur letzten Patrone, um dann aber doch letztendlich beide nach 3:20 Std. mit leeren Händen dazustehen. Ronny opferte an Brett 3 im 22. Zug die Qualität, weil er dachte, den lästigen eingedrungenen Springer los haben zu müssen. Er wehrte sich dann zwar bestmöglichst, aber sein Läufer konnte im 60. Zug das Eindringen des Rottaler Turms nicht mehr verhindern. Johann hielt die Partie gegen seinen um 450 Punkte besseren Gegner bis zum 25. Zug im Gleichgewicht. Dann wurden ihm Fesselungen und ein vorwitziger Rottaler Bauer zum Verhängnis. Fazit: Die hohe Niederlage kam nicht unerwartet, und es wäre schön, wenn wir bei den nächsten Mannschaftskämpfen (am 15.01., 05.02. und 25.02.) wieder mit möglichst vielen Stammspielern an Bord rechnen könnten!

04.-10.12.11 14. Senioren-Open in Bad Griesbach
Licht und Schatten auf Ergoldinger
Seite
Günter ZornBorys BilyavskyyAnton KöniglInsgesamt 39 Teilnehmer aus 4 Nationen stellten sich diesmal der Herausforderung, einen Turniersieger nach 7 zu spielenden Runden Basis Schweizer System zu finden. Von der Ergoldinger Schachabteilung waren mit Borys Bilyavskyy, Günter Zorn und Anton Königl 3 Teilnehmer vertreten, letzterer als einziger bei allen 14 Turnieren mit dabei. Neben dem mehrmaligen Besuch der dortigen Badetherme war das Hauptaugenmerk natürlich auf die täglichen interessanten Schachduelle gerichtet. Das beste Ergebnis aus Ergoldinger Sicht konnte Anton Königl mit 4,5 Pkt. auf Platz 10 (ELO-Start-Nr.14) und einem satten Gewinn von 40 DWZ-Pkt. erzielen, somit eine unerwartete Platzierung in den Top Ten. Etwas enttäuschend das Abschneiden von Borys Bilyavskyy (Nr.8 - Platz 24) mit 3,5 Pkt. und einem Minus von 25 Pkt. Er wurde mit fünf Unentschieden zusammen mit Tomas Strakos aus Tschechien Remiskönig. Auch Günter Zorn blieb weit unter seinen Möglichkeiten (Nr.30 - Platz 38) mit 2 Pkt., davon ein Pkt. durch spielfrei, Minus 13 Pkt. So manche Partie wäre bei besserer Konzentration zu retten gewesen. Borys und Günter schafften erst in der letzten Runde jeweils den einzigen vollen Gewinnpunkt. ak

15.12.11 Zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel
Das Schachjahr 2011 neigt sich dem Ende zu. Anlass genug für einen Rückblick und Ausblick. Erneut hatte die Schachabteilung wie schon im Vorjahr beachtliche Wettkampferfolge zu verzeichnen, so zum Beispiel den Gewinn der Vizemeisterschaft der U20 in der Bayernliga. Grundlage für die erzielten Erfolge war und ist der Zusammenhalt der aktiven und passiven Abteilungsmitglieder.
Die Verantwortlichen der Schachabteilung danken deshalb allen herzlich, die unsere Arbeit unterstützt und in sportliche Erfolge umgesetzt haben. Wir bitten, diese Zusammenarbeit auch im Neuen Jahr fortzusetzen, um weiterhin erfolgreich sein zu können.
Wir wünschen allen Mitgliedern und deren Angehörigen, den Mannschaften und Einzelspielern sowie allen Freunden und Gönnern der Schachabteilung ein frohes  und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 2012.
Eckart Dietl
Leiter der Schachabteilung

02.12.11 Vereinsmeisterschaft   Paarungslisten   Runde4   Rangliste
Paul Hofmann vor Vladimir Simin und Borys Bilyavskyy
Martin Meier - Anton Kosinoga 0:1, angenommenes Damengambit, 53 Züge, 2:50 Std. Nach einsammeln von vier Bauern bis zum Endspiel war der Punkt für Anton sicher auf seiner Habenseite, sein Springer war eindeutig besser als Martins Läufer. Günter Zorn - Anton Königl 0:1, Albins Gegengambit, nicht angenommen, 30 Züge, 2:05 Std. Auch hier konnte der Nachziehende diverse Bauern abholen, mit den f, b und a Möpsen deren drei Stück. Als Günter durch ein Schachgebot auch noch eine Leichtfigur verlor, kam das sofortige Aus. Vladimir Simin - Paul Hofmann 1/2, Damen-Indisch, 17 Züge, 1:52 Std. Paul in seinem Element, jeweils eine Leichtfigur abgetauscht und alle 16 Bauern noch an Bord, kein durchkommen beiderseits. Vladimir bot daher im 17. Zug Remis, was Paul natürlich sofort annahm. Er bleibt überraschend Tabellenführer! Dieter Wist - Borys Bilyavskyy 0:1, Caro-Kann/Abtausch-Variante, 40 Züge, 2:05 Std. Borys eroberte in diesem interessanten Duell einen Bauern. Nach beidseitigem Zeitnotkrimi, Abtausch aller Figuren und erreichen des Zeitlimits hieß es 6 gegen 5 Bauern, wobei der gedeckte Freibauer Dieter zur Aufgabe veranlasste. ak
15.12.11 In der Nachholpartie zwischen Henrik Fesl - Ronny Rahman sah es bis zum 49. Zug in ausgeglichener Stellung nach einem Remis aus. Erst dann machte Henrik im Bauernendspiel einen Fehler, der ihm nach 54 Zügen und 3:04 Std. den halben Punkt kostete.

20.11.11 Ndb. MMS 3. Runde
Unerwartet klare Niederlage unserer Ersten
Niederbayernliga FC Ergolding - SK Landau-Dingolfing 3:5
Die Bretter 5 bis 8, links Tobias SchoepeDie Bretter 1 bis 4, links Tobias SchindlbeckIn der dritten Runde empfing unsere ersatzgeschwächte Mannschaft den SK Landau-Dingolfing. Sie musste mit 3:5 eine nicht eingeplante und vermeidbare Niederlage einstecken. Nach Analysen der Partien muss festgehalten werden, dass die Ergoldinger einiges an Punkten liegen ließen. Ein Gesamterfolg lag im Bereich des Möglichen, Fortuna zeigte ihnen aber die kalte Schulter. Mit nunmehr 3:3 Punkten liegt das Team im grauen Mittelfeld der Tabelle.
Als Erster ins Ziel kam am Spitzenbrett Tobias Schindlbeck. Als Nachziehender nahm er (aus schulischen Gründen, das Abitur steht bevor) nach wenigen Zügen das Remisangebot seines Gegenüber an, ein erhofftes Feuerwerk fiel ins Wasser. Den einzigen Brettsieg auf Ergoldinger Seite verbuchte in überzeigender Manier Johannes Oberpriller (Brett 4). Beim Königs-Inder seines Gegners verspeiste er einige Bauern, außerdem drohte diesem weiterer Materialverlust, folglich verabschiedete er sich rechtzeitig von der Bildfläche. Bei Vladimir Simin (2) waren keine Material- und Stellungsvorteile erkennbar, somit gerechte Punkteteilung. Borys Bilyavskyy (8) wurde ein Holländer vorgesetzt, beiderseits wurde fleißig der Beton gerührt, kein Durchkommen durch eine geschlossene Bauernstruktur, somit ebenfalls Remis. Tobias Denk (6) hatte eine Englische Partie zum Thema. Nach Verlust einiger Bauern wurde sein König vom Niederbayerischen Seniorenmeister  übers Brett gehetzt, vor Figurenverlust musste er wohl oder übel die weiße Fahne hissen. Waldemar Golder (3) agierte unglücklich bei seinem Benoni-System. Eine zu passive Stellung ermöglichte dem Dingolfinger bereits im Mittelspiel Bauern und Qualitätsgewinn, der ganze Punkt ging leider verloren. Tobias Schoepe (5) wählte die Französische Verteidigung. Zwei gegnerische Freibauern auf der Damenseite am Ende des Duells brachten für den Ergoldinger Nachwuchsspieler ein negatives Erlebnis, die Mannschaftsniederlage war besiegelt. Dieter Wist (7) und sein Gegner trafen sich beim Barza-System. Nachdem sich keiner durchsetzen konnte, notierte man das vierte sonntägliche Remis. ak

Die Zweite überzeugte in Straubing

Bezirksliga-West SC Straubing2 - FC Ergolding2 2,5:5,5
Cora KlinkenbergGuter Einstand für Johann KollmederPaul Hofmann und Ronny Rahmanlinka Johannes Steiner, Mitte Anton KöniglNach der Reihenfolge des "Einlaufs": 1. Johann Kollmeder 1:0, Französisch, 36 Züge. Ordentliche Vorstellung von Johann bei seinem erfolgreichen Debüt in der Zweiten. Im 12., 23. und 28. Zug jeweils Bauerngewinn, diese Freibauernwalze im Zentrum war nicht zu stoppen und brachte vollen Punktgewinn. 2. Cora Klinkenberg 0:1, Sizilianisch, 58 Züge. Eine weitere Debütantin im Ergoldinger Team. Cora verlor im 19. Zug nach Schachgebot einen Läufer. Dieser Nachteil bestand bis zum bitteren Ende, keine Chance mehr den Partieverlust zu vermeiden. 3. Ronny Rahman 0:1, Spanier, 24 Züge. Ungenaue Züge ab Zug Nr. 20 brachten diesmal leider Bauern-, Figuren- und Partieverlust. Das Match war eigentlich in etwa ausgeglichen, doch plötzlich und sehr schnell brach alles zusammen. 4. Günter Zorn 1:0, Angenommenes Damengambit, 31 Züge. Entscheidender Qualiverlust vom Straubinger schon im 11. Zug. Günter fragte seinen Gegenüber im 30. Zug, ob er eventuell aufgeben würde. Als dieser verneinte, setzte er ihn auf der Grundlinie matt! 5. Johannes Steiner 1:0, Damenbauernspiel, 36 Züge. Am Spitzenbrett eroberte Johannes zwei Bauern und die Quali im Mittelspiel zwischen dem 14. und 20. Zug, sie brachte ihn auf die Siegesstraße, der Rest verlief nach Routine und ohne Schwierigkeiten. 6. Martin Meier 1:0, Zweispringerspiel, 39 Züge. Im Endspiel kassierte Martin im 37. Zug einen vereinsamten Bauern, 2 Züge später übersah sein Gegner ein simples Bauernschach mit Springergewinn und schon war der Punkt überraschend im Sack. 7. Paul Hofmann 1/2, Geschlossener Sizilianer, 41 Züge. Zähes Ringen nach großer und kleiner Rochade. Zum Schluss dann nach Abwehr aller schwarzen Attacken hatte jeder noch 6 Bauern + 2 Türme bei Paul gegen die feindliche Dame, tot Remis und Sicherung des Mannschaftssieges. 8. Anton Königl 1:0, Albins Gegengambit, 46 Züge. Partie aus einem Guss auf Ergoldinger Seite, das seinem Gegenüber in keiner Weise schmeckte. Diesmal kam Altmeister Holzmann in Zeitnot, das kostete ihn im Endspiel einige Bauern und die ganze Partie. Fazit: Mit dieser stark ersatzgeschwächten Mannschaft einen klaren 5,5 : 2,5 Sieg erkämpft, wer hätte das zu Beginn schon vorhersagen können? ak

18.+25.11.11 Vereinsmeisterschaft   Paarungslisten   Runde2   Runde3   Rangliste
Paul Hofmann vor Vladimir Simin und Dieter Wist
Dieter Wist - Martin Meier 1:0, Spanier, 30 Züge. Martin hatte schon nach 21 Zügen einen Springer mit Bauer weniger, nach 25 Zügen kam ein Läufer hinzu, nach 30 Zügen waren ihm 3 Leichtfiguren abhanden gekommen. Den gewaltsamen Königsangriff von Martin wehrte Dieter ganz locker zum Gewinn ab. Paul Hofmann - Günter Zorn 1:0, geschl. Sizilianer, 36 Züge. Bis zum Mittelspiel Stellungsvorteile für Paul, nach Läuferattacke auf seine Dame verlor Günter im 22.Zug eine Leichtfigur bzw. wurde es ein ganzer Turm. Der Rest zum vollen Punktgewinn war für Weiß nicht mehr allzu schwer. Ronny Rahman - Anton Kosinoga 1:0, Damenbauernspiel, 53 Züge. Material- und Stellungsgleichgewicht bis zum 33. Zug d.h. sehr remisverdächtig. Durch beiderseits ungenaue Züge kam vor allem Weiß in Vorteil, jeder hatte im Endspiel noch 4 Bauern. Vladimir Simin gegen Borys Bilyavskyy, in der Mitte Turnierleiter Anton KöniglWar schon gekonnt, wie das junge Nachwuchstalent Ronny seinen Gegner dann nach über 4 Stunden austempierte, der schließlich vor Verlust von zwei Bauern aufgeben musste. Das Match zwischen Borys Bilyavskyy und Vladimir Simin wurde am Freitag nachgetragen. Damen-Indisch/Bogoljubow-Variante, 34 Züge, rd. 3 1/2 Std., Borys spielte im Spitzenduell als Weißer viel zu passiv und ein Remisangebot "überhörte" Vladimir angesichts seiner schon überlegenen Stellung. Im 25. Zug stellte Borys die Qualität ein, im 27.Zug folgte Bauernverlust, der Rest dauerte nicht mehr allzu lange.
Nachholpartie der 2. Runde: Vladimir Simin - Dieter Wist 1/2, Katalanisch, 28 Züge. Zweiter Einsatz an diesem Tag für Dieter. Sichtbare Stellungsvorteile für Vladimir im Mittelspiel. Dieter opferte im 24.Zug einen Turm gegen einen einbetonierten Springer und zwei Bauern, die Wende in dieser interessanten Partie zum Remis war geschafft. ak

04.11.11 Vereinsmeisterschaft
Hofmann, Königl und Bilyavskyy in Führung
Die Spitzenpartie des Tages: Anton Kosinoga gegen Anton KöniglHenrik Fesl spielte gegen den Vereinsmeister von 2006/07 Paul Hofmann lange recht gut mit. Nach Damentausch im 17. Zug erhielt er zwar eine schlechtere Bauernstellung, konnte aber die Partie noch bis zum 40. Zug ausgeglichen halten. Erst dann verlor er die Geduld und nach 55 Zügen und insgesamt 2:27 Stunden (Henriks Bedenkzeit leider nur 45 Minuten) auch die Partie. Günter Zorn hielt sich gegen Borys Bilyavskyy recht wacker, aber mit einem Tempo mehr konnte Borys den Sieg in knapp drei Stunden im Endspiel nach Hause schaukeln. Zu einem wahren Krimi wurde die Partie der beiden Antons, Kosinoga und Königl. Der Turnierleiter verteidigte sich wagemutig mit Albins-Gegengambit und kam bald zu einem ausgezeichneten Angriff, den er aber nur zu einem Bauerngewinn verwerten konnte. Danach spielte Königl natürlich auf Sieg, doch nach einigem Hin und Her stand er plötzlich mit einem Bauer weniger im Endspiel, das nach fast fünf Stunden dann mit dem überraschenden Sieg für Kosinoga endete.
11.11.11 Ronny Rahman gewann gegen Martin Meier, nachdem dieser zuerst einen Springer im wahrsten Sinn des Wortes herschenkte, und später auch noch einen Turm verlor. Zunächst spielte Martin noch gut mit, aber dann passierte ihm der Lapsus. Die Partie Vladimir Simin gegen Dieter Wist wird demnächst nachgeholt.
In einer vorgezogenen Partie der 3. Runde wurde der noch nicht 12-jährige Youngster Henrik Fesl vom Routinier Anton Königl förmlich an die Wand gespielt. Nichts deutete darauf hin, dass die beiden kürzlich noch in Ortenburg remisierten. Königl war diesmal klar der Bessere, gewann zwei Bauern, was sofort die Partie entschied.